Fachimpulse für Fachkräfte in Bayerisch-Schwaben
Wir nutzen unsere Kapazitäten dort, wo sie möglichst viele Familien erreichen können.
Anfang 2026 haben wir unsere Arbeit bei Sterneneltern Schwaben e. V. grundlegend verändert.
Nach sechs Jahren intensiver Akutbegleitung mussten wir anerkennen, dass eine verlässliche Versorgung von Familien nicht dauerhaft durch das ehrenamtliche Engagement Einzelner getragen werden kann.
An dieser Entscheidung hat sich nichts geändert.
Gleichzeitig ist eingetreten, womit wir nach unserem angekündigten Rückzug gerechnet haben:
Seit wir unsere Akutangebote nicht mehr aktiv bewerben und unsere öffentliche Präsenz in diesem Bereich deutlich reduziert haben, erreichen uns wesentlich weniger direkte Anfragen von Familien.
Dadurch stehen uns aktuell wieder begrenzte Kapazitäten zur Verfügung.
Diese möchten wir jedoch ganz bewusst nicht dafür einsetzen, die frühere Akutversorgung wieder aufzubauen.
Denn damit würde sich derselbe Kreislauf wiederholen: mehr Sichtbarkeit, mehr Anfragen – und irgendwann erneut der Punkt, an dem ein ehrenamtlich getragener Verein die notwendige Verlässlichkeit nicht mehr gewährleisten kann.
Genau das war und bleibt der Kern unserer Kritik:
Versorgung darf nicht davon abhängen, ob eine Familie im richtigen Moment von einem Verein erfährt und dort gerade Kapazitäten vorhanden sind.
Deshalb setzen wir an einer anderen Stelle an.
Statt erneut zu versuchen, möglichst viele einzelne Familien unmittelbar zu erreichen, möchten wir unser Wissen dort einsetzen, wo Familien ohnehin ankommen:
bei den Fachkräften.
Deshalb bieten wir im Rahmen unserer derzeit vorhandenen Kapazitäten wieder kostenfreie Fachimpulse für Fachkräfte und Einrichtungen in Bayerisch-Schwaben an.
Unsere Vorsitzende Anna-Maria Böswald stellt dafür ausgewählte Inhalte aus ihrer professionellen Fortbildungsarbeit dem Verein unentgeltlich zur Verfügung.
Unsere Fachimpulse
Unsere kostenfreien Fachimpulse sind bewusst **kurz und klar begrenzt**.
Sie ersetzen keine umfassende Fortbildung und sollen dies auch nicht.
Wir vermitteln über ein Selbstlearning-Konzept oder in Präsenz die wichtigsten Grundlagen, die aus unserer Sicht jede Fachkraft kennen sollte, die beruflich mit Familien nach Fehlgeburt, Totgeburt oder frühem Kindstod in Kontakt kommen kann.
Dabei geht es um das Wesentliche:
- Was kann in der Akutsituation wichtig sein?
- Welche Bedürfnisse können Eltern in diesen ersten Stunden haben?
- Welche Worte und Handlungen können hilfreich sein – und welche zusätzlichen Belastungen verursachen?
- Welche Möglichkeiten sollten Fachkräfte zumindest kennen?
- Und wann braucht es weiterführende fachliche Unterstützung?
Der Fachimpuls soll sensibilisieren, Orientierung geben und ein grundlegendes Verständnis für die besondere Situation betroffener Familien schaffen.Er ist ausdrücklich **keine umfassende Fortbildung oder Qualifizierung zur psychosozialen Akut- oder Trauerbegleitung.**
Sie möchten sich intensiver mit dem Thema beschäftigen?
Wenn Sie eine vertiefende fachliche Qualifizierung, eine umfangreichere Fortbildung oder ein Angebot benötigen, das im Rahmen Ihrer beruflichen Fort- und Weiterbildung anerkannt werden kann, empfehlen wir unsere Veranstaltungen bei etablierten externen Bildungsträgern und Fachakademien, unter anderem der Döpfer Akademie, Heimerer Akademie und Hospizakademien. Ob und welche Fortbildungspunkte vergeben werden, richtet sich nach der jeweiligen Veranstaltung und Berufsgruppe und wird vom jeweiligen Bildungsträger ausgewiesen.
Alternativ steht der umfangreichere Selflearning-Kurs „Psychosoziale Begleitung beim Frühtod eines Kindes“ zur Verfügung.
Alle weiterführenden Fortbildungsangebote, aktuellen Termine bei externen Bildungsträgern sowie Informationen zum Selflearning-Kurs finden Sie gebündelt über www.ardean.de.